Europa
Großbritanniens Top 10 Naturwunder
Übersetzung: Ines Wagner, überarbeitet von Digital Redaktion
Das Vereinigte Königreich ist weit mehr als London, Royals und Brexit. Vor allem landschaftlich ist Großbritannien ein Traumziel. Wir zeigen dir hier die 10 schönsten Naturwunder der Insel.
Großbritannien steckt voll atemberaubender Naturschauplätze - mit traumhaften Küsten, versteckten Buchten, nebligen Bergen und allem, was sich ein Naturliebhaber dazwischen an abwechslungsreicher Landschaft wünschen kann.
Wir haben zehn der eindrucksvollsten Naturwunder hier zusammengestellt.
1. Cader Idris, Snowdonia
In Wales reiht sich eine atemberaubende Landschaft an die nächste. Das größte Highlight ist unbestritten der Nationalpark Snowdonia, wo felsige Gipfel, von Gletschern geformte Täler, gewundenen Bergkämme, glitzernde Seen und rauschende Flüsse die Sinne Reisender beflügeln. Der Berg Cader Idris (893 m) ist einer Legende zufolge nach dem Riesen Idris benannt, der die raue Landschaft während der Kämpfe mit seinen Rivalen beim Werfen gigantischer Felsbrocken geschaffen haben soll.
Cader Idris soll auch das Jagdrevier des sagenumwobenen Gwyn ap Nudd sein, des Herrn der keltischen Unterwelt, dem übermenschliche Kräfte zugeschrieben werden. Der Nationalpark bietet einige der spektakulärsten Wanderungen in Wales. Die unterschiedlichen Wanderwege zum Gipfel sind an einem Tag leicht zu bewältigen.
2. Juraküste, Dorset
Hoch aufragende Felsen, imposant vom Meer geformte Bögen sowie einige der schönsten Strände des Landes: Dafür steht die Juraküste in Dorset. Sie ist mit ihrer eindrucksvollen Landschaft und den erstaunlichen Fossilienfunden Englands erstes natürliches Weltkulturerbe und steht dem Great Barrier Reef und dem Grand Canyon in nichts nach.
Zu den Naturschönheiten entlang der Route, die entdeckt werden wollen, zählen der berühmte und viel fotografierte Felsenbogen Durdle Door, die Bucht Lulworth Cove und die imposante Klippe Golden Cap am Rande des Ärmelkanals.
3. Fingal's Cave, Schottland
Die Meereshöhle Fingal’s Cave auf der Insel Staffa ist nur mit dem Boot erreichbar. Sie inspirierte einst Felix Mendelssohn Bartholdy zu seiner Hebriden-Ouvertüre, nachdem der Komponist dem Widerhallen der tosenden Wellen in dieser gewaltigen Naturkathedrale gebannt lauschte.
Die Höhlenwände und die umgebenden Klippen bestehen aus vertikalen, sechseckigen Basaltstelen, die wie Säulen aussehen. So erklärt sich auch der Name der Insel: Staffa ist das nordische Wort für "Säuleninsel". Nachdem man mit einem Boot angelegt hat, lässt sich die Höhle über einen Damm besuchen.
4. Schottlands Nordwesthochland
Das Schottische Hochland bietet viele atemberaubende Aussichten, am beeindruckendsten ist jedoch der äußerste Nordwesten. Die Küstenstraße zwischen Durness und Kyle of Lochalsh hält für Reisende auf Schritt und Tritt atemberaubende Szenen parat: die schroffen Bergketten von Assynt, die stille Schönheit von Torridon als Ausgangsort für Wanderungen und die abgelegenen, steil aufragenden Klippen von Cape Wrath.
5. Dartmoor Nationalpark
Das wilde Herz der Grafschaft Devon erstreckt sich über 368 Quadratkilometer: Der riesige Dartmoor Nationalpark fühlt sich an wie der Ort eines Tolkien-Bandes mit seinen honigfarbenen Heiden, moosbedeckten Felsbrocken, hell klingelnden Bächen und den unheimlichen Granithügeln, die vor Ort Tors genannt werden.
An sonnigen Tagen ist Dartmoor ausnehmend idyllisch: Ponys wandern nach Belieben durch die wilde Landschaft und Schafe grasen friedlich neben der Straße. Wenn es jedoch regnet und dichte Nebel aus dem Heidegrund auftauchen, versteht man leicht, warum Dartmoor auch die Kulisse für Sir Arthur Conan Doyles “Der Hund von Baskervilles“ ist: Das Moor verwandelt sich dann unversehens in eine trostlos-schaurige Wildnis, in der Gruselgeschichten tatsächlich sehr real erscheinen können.
6. Seven Sisters Kalkfelsen, East Sussex
Die sagenhaft weiße Klippen von Dovers ziehen fraglos große Aufmerksamkeit auf sich. Die kolossalen Kalkwände der "Sieben Schwestern" sind jedoch eine noch viel spektakulärere Angelegenheit.
Auf etwa sechs Kilometern stehen sie aufgereiht entlang der Küste von Sussex mit Blick auf das Wasser des Ärmelkanals. Sie bilden eine beeindruckende südliche Grenze zum South Downs National Park und wirken am dramatischsten an der hoch aufragenden Landzunge von Beachy Head.
7. Lake District Nationalpark
Der Dichter William Wordsworth und seine Freunde in der Zeit der Romantik waren die ersten, die sich für den Charme des Lake District Nationalparks einsetzten. Was sie dazu bewegte ist unschwer zu erkennen: Der Lake District in der nordwestenglischen Grafschaft Cumbria gilt mit seiner faszinierenden Seen- und Berglandschaft schon lange als einer der beliebtesten Nationalparks Großbritanniens.
2017 wurde er in Anerkennung seiner langen Geschichte der Berglandwirtschaft zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Sein Zauber erschließt sich bei Wanderungen durch die prächtigen Wälder, entlang der schmalen Gletscherseen und schroffen Berggipfel.
8. Yorkshire Dales Nationalpark
Die Yorkshire Dales, benannt nach dem altnordischen Wort dalr, was "Täler" bedeutet, sind seit den 1950er Jahren als Nationalpark geschützt und gelten als eines der besten Wander- und Radgebiete Englands.
Die Gletschertäler des Parks zeichnen sich durch eine charakteristische Landschaft aus Hochheidemooren, abgestuften Bergketten und flachen Hügeln aus, die von reizvollen ländlichen Gasthäusern und windgepeitschten Pfaden unterbrochen werden. In den südlichen Dales befinden sich Englands beeindruckendste Karstlandschaften. Sie sind durch Regenwasser entstanden, welches über Millionen von Jahren das darunter liegende Kalkgrundgestein auflöst.
9. Corryvreckan Whirlpool, Schottland
Der Corryvreckan Whirlpool in der Meerenge von Schottland ist einer der drei stärksten Gezeiten-Whirlpools der Welt und befindet sich zwischen den Hebriden-Inseln Jura und Scarba. Der Name des gigantischen Meeres-Strudels bedeutet auf Gälisch "Kessel der gesprenkelten Meere" und soll sich der Legende nach dort befinden, wo die Göttin Cailleach Bheur ihre Kleidung wusch.
Früher war er bei Seeleuten gefürchtet, die Durchfahrt zwischen beiden Inseln galt als unpassierbar. Mit sicheren Schiffen gehört er heute zu einer der spannendsten Besucher-Attraktionen Schottlands.
10. Giant's Causeway, Nordirland
Diese spektakulärste Felsformation ist Nordirlands einziges UNESCO-Weltkulturerbe und zugleich eines der beeindruckendsten und atmosphärischen Naturwunder Irlands. Die riesige Fläche regelmäßiger, dicht gepackter, sechseckiger Steinsäulen sieht aus wie das Werk von Riesen und sucht auf der ganzen Welt ihresgleichen.