Deutschland

10 außergewöhnlich schöne Seen in Deutschland

Hier geht Deutschland baden

Digital Redaktion
basierend auf einem Text von Stephan Goldmann
vom 22.10.2025
© Julia Faerber Summer 23, Shutterstock

Nicht nur Sommerhitze treibt die Deutschen an die Strände kühler Seen. Ob zum Baden, Bootfahren oder einfach nur zum Genießen: Hier kommen zehn außergewöhnlich schöne Seen in Deutschland.

1. Erholungssee der Steinzeit: Steinhuder Meer, Niedersachsen

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Sonnenuntergang über dem Steinhuder Meer, Niedersachsen.

Der größte Binnensee Nordwestdeutschlands nahe Hannover lädt zur Erholung ein - und zwar nicht nur am Wasser. Denn der Naturpark rund um den See bietet auch Moore, Dünen, Wälder und Wiesen. Auf dem Steinhuder Meer können die Besucher baden, segeln und sogar kitesurfen.

Die Ufer des Sees sind übrigens nicht nur für heutige Menschen attraktiv. Spuren von Besiedlung lassen sich hier bis in die Altsteinzeit hinein nachweisen.

Mehr Informationen zum Steinhuder Meer.

2. Leid des Königs: Starnberger See, Bayern

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Ufer des Starnberger See, Bayern.

Er ist mittlerweile eine Nobel-Adresse für reiche Münchner: der Starnberger See. Dabei ist er eigentlich nur einer von fünf bekannten Seen im Süden der bayrischen Hauptstadt. Mit zu den Seen zählen noch der Ammersee, der Pilsensee, der Wörthsee - nicht zu verwechseln mit dem Wörthersee in Österreich - und der Weßlinger See.

Der Starnberger See allerdings dürfte auch deshalb der berühmteste sein, weil in ihm der "Märchenkönig" Ludwig II. 1886 den ertrunken ist. Gewiefte Münchner weichen dem Ruhm allerdings gerne aus und suchen den kleinen Wörthsee mit seinem Sandstrand oder den Pilsensee auf.

Natürlich kann man hier auch baden, segeln und windsurfen oder dem neuen Trend des Standup-Paddling nachgehen.

Mehr Informationen zum Starnberger See.

3. Grab des Käfers: Königssee, Bayern

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Eiskalt und glasklar: Wanderer blickt auf den Königssee in Bayern.

Gut, zum Baden ist er vielleicht etwas zu kalt, denn der berühmte Gebirgssee im Berchtesgadener Land erreicht auch im Sommer lediglich 16 Grad. Das hängt auch mit seiner Tiefe von 192 Metern zusammen. Das macht den Königssee aber nicht weniger erholsam. Er zeichnet sich durch Ruhe aus, denn auf dem Naturschutzgebiet sind nur Elektroboote erlaubt. Lautstärke stört hier auch nur, inmitten der prachtvollen Bergkulisse.

Übrigens: Auf 130 Metern Tiefe liegt im See ein alter VW Käfer. Sein Besitzer fuhr im Jahr 1964 über den zugefrorenen See, was im Winter durchaus üblich, an diesem Tag aber nicht erlaubt war. So brach er leider ein und versank mit seinem Gefährt. Beide liegen noch am Grund des Sees.

Mehr Informationen zum Königssee.

4. Inspiration des Schreibers: Großer Stechlinsee, Brandenburg

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Reflektionen der Natur: Der große Stechlinsee in Brandenburg.

Hier können Besucher auch mal abtauchen. Denn der Große Stechlin hat eine hervorragende Wasserqualität und ist glasklar. So gibt es noch auf zehn Metern Tiefe Wasserpflanzen zu bewundern - ideal für Taucher. Freilich kann der Besucher hier auch einfach nur baden oder paddeln.

Berühmt wurde der See übrigens durch den Schriftsteller Theodor Fontane, der das Gewässer zum Schauplatz seines letzten Romans, "Der Stechlin", machte.

Mehr Informationen zum Stechlinsee.

5. Meer der Slawen: Müritz, Mecklenburg-Vorpommern

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Hölzerne Boothäuschen an der Müritz in Mecklenburg-Vorpommern.

Nach dem Bodensee ist die Müritz immerhin der zweitgrößte See Deutschlands. Kein Wunder, dass das Wort "Müritz", das eigentlich aus dem Slawischen kommt, "kleines Meer" bedeutet.

Als Teil der Mecklenburgischen Seenplatte bietet der See Erholung auf die übliche Art an, stellt aber auch eine echte Herausforderung für harte Sportler dar. Denn jährlich im August findet seit Jahrzehnten das Müritzschwimmen statt, bei dem 1950 Meter von einem Ufer zum anderen zurückgelegt werden.

Mehr Informationen zur Müritz.

6. Pracht des Königs: Chiemsee, Bayern

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Panorama des Herren-Palastes auf der größten Insel des Chiemsee in Bayern.

Steht der Starnberger See für den Tod König Ludwigs II., so zeichnet der Chiemsee einen Teil seines Lebens nach. Denn inmitten des "bayerischen Meeres", immerhin der drittgrößte See Deutschlands, liegt die Insel mit dem Schloss Herrenchiemsee darauf, einem Prunkschloss im Stile Versailles mit einer fast hundert Meter langen Spiegelgalerie.

Auf dem See kann sich der Besucher freilich auch erholen, indem er Tretboot fährt oder badet. Ein besonderes Highlight ist übrigens die älteste Dampfstraßenbahn der Welt, die zwischen dem Bahnhof Prien und dem Hafen in Prien-Stock verkehrt.

Mehr Informationen zum Chiemsee.

7. Badewanne des Volkes: Wannsee, Berlin

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Die Badewanne des Volkes: Der Wannsee in Berlin.

Wenn die Hauptstadt Erholung in der Sommerhitze braucht, drängt es die Einwohner an den Wannsee - zum Beispiel in das denkmalgeschützte Strandbad. Übrigens eines der größten Freibäder an einem Binnengewässer in Europa. Am Wannsee lässt sich dann baden, bootfahren, Beachvolleyball spielen oder in einem der Strandkörbe entspannen.

Im Gegensatz zu den königlichen Seen in Bayern ging es hier übrigens traditionell volksnah zu, in der "Badewanne der Berliner"

Mehr Informationen zum Strandbad Wannsee.

8. Werk des Kaisers: Edersee, Hessen

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Burg Waldeck thront über dem Edersee in Hessen.

Schon über hundert Jahre ist der Staudamm alt, der den Edersee zusammenhält. Noch zu Kaisers Zeiten wurde die Mauer geplant. Viel Glück war den Einwohnern der Gegend in den Jahren nicht gegönnt. Rund 900 Einwohner mussten ihre Dörfer für den See aufgeben. Und als die Alliierten die Staumauer im zweiten Weltkrieg teilweise zerstörten, wurden weitere Dörfer verwüstet.

Heute aber gilt der Edersee als eines der schönsten Erholungsgebiete Deutschlands, an dem die Hessen segeln, surfen, Wasserski fahren, tauchen oder einfach nur Schwimmen gehen.

Mehr Informationen zum Edersee.

9. Juwel der Holsteiner: Großer Plöner See, Schleswig-Holstein

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Einladende Strandkörbe am Großen Plöner See in Schleswig-Holstein.

Was den Süddeutschen der Chiemsee ist, ist den Norddeutschen der Große Plöner See mit seinen vielen Nachbarn wie dem Dieksee oder dem Behlersee. Das Wahrzeichen der Gegend dürfte wohl Schloss Plön sein, dessen Geschichte bis zurück in den 30-jährigen Krieg reicht.

Am großen Plöner See gibt es 13 Badestellen, mit die berühmtesten sind auf der Prinzeninsel zu finden, die zwei Kilometer in den See reicht, aber teilweise nur 30 Meter breit ist. Zudem gibt es Schiffsrundfahrten, die Möglichkeit zum Windsurfen und vieles mehr. Und sollte es am Plöner See zu voll werden, liegen seine Nachbarn nur wenige Kilometer entfernt.

Mehr Informationen zum großen Plöner See.

10. Der Größte: Bodensee, Baden-Württemberg

© Paii VeGa, Shutterstock
Weinreben am Ufer des Bodensee in Bayern.

Er gilt als größter deutscher See, dabei ist er international. Der Bodensee liegt im Dreiländereck von Deutschland, Österreich und Schweiz - gerade das macht ihn natürlich so reizvoll für einen Besuch.

Neben den vielen Wassersport-Aktivitäten sind es gerade auch die Sehenswürdigkeiten an seinen Ufern, die Besucher anlocken. Die Insel Mainau mit ihrem Schloss etwa. Der Bodensee ist eng verknüpft mit dem Schicksalsfluss der Deutschen, dem Rhein, und ein Ausflug zum nahen Rheinfall bei Schaffhausen gehört für viele darum mit zur Erkundung des Sees.

Mehr Informationen zum Bodensee.

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